Verfasst von: mimaba | November 22, 2008

Der Sprung aus 5000 Metern Höhe

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Dieses Ereignis verdient mal eben einen eigenen Blogeintrag:

Heute Mittag um 12:01 gucke ich das letzte Mal auf meine Armbanduhr, als sich die Tuer des Flugzeugs oeffnet und wir langsam zur Kante rutschen. Danach geht alles ganz schnell. Kopf in den Nacken legen, und raus.

Vorgeschichte:

Die Limouisine von ‘Skydive Taupo’ holt uns gegen 10:45 Uhr von unsrem Hostel ab. Der unglaublich stressige Fahrer draengelt die ganze Zeit, dass wir Fotos noch am Flughafen machen koennen und spricht so undeutliches Englisch, dass wir jedes Mal nachfragen muessen, wenn er irgendwas sagt. Nach ca. 15 Minuten erreichen wir den kleinen Airport und wir alle realisieren noch gar nicht so richtig, auf was genau wir uns da gerade eigentlich einlassen. Begruesst werden wir herzlich von ‘Lotty’ die uns gleich zu Beginn eine DVD vorfuehrt, wie einer beim Fallschirmsprung gefilmt wird. Die Aufregung steigt. Danach waehlen wir die Sprunghoehe aus und ob wir auch eine DVD machen wollen. Meine Optionen: 15000 Fuss (im Gegensatz zu 12000, wenn schon, denn schon) und keine DVD. Nachdem wir uns den blauen Overall und die Sicherheitsgurte angelegt haben, geht’s auch schon ins Flugzeug. Lustigerweise heisst mein Tandempartner Joern und kommt aus Hamburg. Mooin! Das pinke (!) Flugzeug hebt ab und bringt uns in ca. 20 Minuten in unsere gewuenschte Absprunghoehe. Joern und ich springen als erstes…

Ich dachte die ganze Zeit, dass das sich Gefuehl beim Fallschirmspringen ungefaehr so wie in einer Achterbahn oder beim Freefall anfuehlen muss, nur 100 mal staerker. Jedoch, als wir beide aus dem Flugzeug hopsen und wir fuer eine Minute in freiem Fall auf die Erde zurasen, kribbelt bei mir gar nichts im Bauch. Es fuehlt sich eher so an, als wenn man mit einem superschnellen Auto eine Strasse entlangfahert. Entweder checkt mein Koerper diese Extremsituation nicht so richtig oder es hat einen anderen Grund, aber ich empfand den Sprung einfach eher wunderschoen als einen grossen Adrenalinkick, da man sich so frei wie noch nie fuehlt und einfach die hammer Aussicht geniessen kann. Dann nach einer Minute zieht Joern an der Leine und ein kraeftiger Ruck gibt das beruhigende Gefuehl, dass der Schirm sich auch geoeffnet hat. Nun kann man die Aussicht noch viel besser geniessen. Der Lake Taupo, der ungefaehr die Groesse von Singapur hat, befindet sich fast direkt unter unseren Fuessen, und in alle Richtungen ziehen sich am Horizont die schneebedeckten Gebirgsketten entlangt. Einfach traumhaft. Der Segelflug dauert weitere 5 Minuten und dann befinden wir uns auch schon wieder mit unseren Fuessen auf festem Boden. Eines ist mir nach dem Sprung sofort klar: Das wird nicht der letzte gewesen sein.


Antworten

  1. He Bada! (Ja, ich bin da unverbesserlich und schreibe es weiterhin mit -a ;) )
    Oh maaaann ich bin ja gerade so neidisch!! Ich will auch so gerne nochmal springen! Das ist wirklich unvergleichlich….Aber du hattest natürlich auch noch grandiose Landschaft unter dir. Klasse!

    Ganz lieben Dank auch für deinen lieben Geburtstagsgruß! Hab mich gefreut ;)
    LG Bettina


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